Tödliche Wellen.

Nun sitze ich hier.
Bin allein.
Mir ist kalt.
Der Pulli den du beim Segeln trugst,
trage ich
-denk an dich.

Meine Gedanken kreisen.
Mir ist schwindelig.
Mir ist kalt.
Und der Pulli den du beim Segeln trugst,
trage ich
-denk an dich.

Ich höre Musik.
Leise Klänge.
Ich fühle mich unwohl.
Und der Pulli den du beim Segeln trugst,
trage ich
-denk an dich.

Das Bett ist so groß.
Ohne dich
Fühl ich mich schlecht.
Und der Pulli den du beim Segeln trugst
trage ich
-denk an dich.

Die Fotos in der Hand.
Grau und beinah verbannt.
Ich bin traurig.
Und der Pulli den du beim Segeln trugst,
trage ich
-denk an dich.

Die Badewanne voll gelaufen.
Warmes Wasser.
Ich zittere sehr.
Und der Pulli den du beim Segeln trugst,
trage ich nicht mehr
-denk nun nicht an dich.

Ein Sturm zieht auf.
Ich bin auf dem Wasser.
Neben dir auf dem Boot.
Ich sehe zu dir rüber.
Dieser graue Pulli den du trägst.
Er steht dir so gut.
Es regnet und ich habe Angst.
Die Wellen schlagen so hoch.
Das Boot füllt sich mit Wasser.
Ich bin tot.

1 Kommentar 15.11.15 21:04, kommentieren

Vorbei

30 Stunden.
Vor 30 Stunden warst du noch hier.
Und dann bist du einfach gegangen.
Eiskalt! Gefühlskalt!

Du hast die Wolke 7 einfach verlassen und mich dort stehen lassen;
wie ein altes, abgenutztes Sofa, das keiner mehr braucht.
Ich weiß nicht wo ich hin soll.
Oben , Unten, Links, Rechts. Alles dreht sich.
Wer soll mir Halt geben?

Du warst doch immer meine Stütze,
mein Rettungsring,
der mich aus den stürmischen Fluten gezogen hat.
Mein Kompass bei Orientierungslosigkeit,
mein Licht in der Dunkelheit,
mein Retter,
mein Beschützer,
mein Seelsorger.

Ich irre durch die Straßen und suche verzweifelt nach dir.
Ich kann dich einfach nicht finden.
Das Licht ist erloschen, ich sehe nur noch Schwarz.
Was ist passiert, wieso gehst du einfach?
Ich kann mir das alles nicht erklären, ich möchte Antworten haben.
Ich möchte dich noch ein letztes Mal sehen, dir tief in die Augen schauen und hoffen, dass alles wieder gut wird.
Ich möchte dich in den Arm nehmen,
dich küssen und dann in deinen starken Armen einschlafen,
morgens neben dir aufwachen und mein gewohntes Leben wieder leben.
Ich kann dich nicht vergessen. Alles hier erinnert mich an dich.
Dein Geruch habe ich immer noch in der Nase,
sehe jede Nacht dein Gesicht.

Träume von dir, von mir, von uns.
Träume, die mich glücklich machen.
Träume, die mich am Leben halten.

31.10.15 16:43, kommentieren